Mittwoch 21. Juli 2010
Making of: Geschäftsbericht 2009 Swü

Jedes wirklich überzeugende Produkt einer Werbeagentur folgt einem stimmigen Konzept. Unser Ansatz beim Geschäftsbericht der Swü war es, zu zeigen, dass die Stadtwerke rund um die Uhr, jahrein, jahraus für ihre Kunden und für Überlingen da sind. Dazu haben wir Geschichten rund um die größtenteils unsichtbaren "Produkte" erzählt, damit die nur scheinbar alltägliche Leistung der Swü verständlicher und in ihrem Wert und ihrer Präsenz begreifbarer wird. Deswegen Zeitraffer-Aufnahmen von einem fixen Standort aus, zu verschiedenen Tageszeiten.

Wir haben viel Zeit für die Vorbereitungen gebraucht, mögliche Motive vor Ort beurteilt und wieder verworfen, sind viele Kilometer mit unserem Fotografen Florian Bilger in der Region herumgefahren und haben viele Stunden mit Abstimmungen, Vorbesprechungen, Umstellungen und Telefonaten zugebracht. Aber wir haben bei all dem auch sehr viel Spaß gehabt. Den brauchen wir Kreative unbedingt bei unserem Tun, weil er dann dem Leser aus dem fertigen Produkt auch wieder entgegenkommt und ihn ansteckt.

 

Zu den Motiven:

  • Autowaschanlage HEM: Welcher Blickwinkel ist der Richtige? Wie schützen wir die Kamera? Und wer macht hier wen nass?
  • Bürgerbräu: Wasserdampf, Fett und Öl sind keine Freunde hochwertiger Optiken. Die Lösung war ein schwenkbarer Stativaufbau direkt über dem Herd. Für den Fotografen Florian ("Flo") fielen am Ende kulinarische Kostproben ab, die laut O-Ton "einfach anbetungswürdig" waren.
  • HELIOS Spital: Wir haben die Klinik mitten im Umbaustress heimgesucht. Davon hat man uns nichts spüren lassen. Nach einer Klinikführung war schnell klar, dass wir die Kamera in einem typischen Krankenhausgang platzieren würden. Witzig: Als wir vor einem Kreissaal waren, kam gerade ein Baby zur Welt und gab seine ersten Töne von sich.
  • Hofstatt: Der Markt war eine Herausforderung. Auch weil "Flo" dort mehrfach einen Strafzettel bekommen sollte und lange auf sein Frühstück und auf Ablösung an der Kamera warten musste. Dafür hatte er viel Spaß – unter anderem mit dem "Überlinger Olivenmann".
  • Auf dem Solardach der Landbäckerei hat "Flo" mit seinem Schlafsack einen Teil der Nacht zugebracht und am Traumtag darauf "Farbe" bekommen. Die Bäcker hantierten in dieser Nacht auf Anweisung ihres Chefs Josef Baader extra leise mit den Backblechen. "Flo" hat trotzdem kein Auge zugekriegt. Ob’s an dem fotogenen Vollmond lag?
  • Parkhaus Post: Das Shooting im Parkhaus Post haben wir nicht dem Zufall überlassen und haben u. a. Taucher vom "Adventure Diving" Überlingen gebeten, als Fotomodels für uns zu agieren. Diese tapferen Leutchen haben sich bei  hochsommerlicher Hitze in ihre Trockenanzüge gequält. Die vier hatten sicher den härtesten Model-Job, dagegen sind die Herausforderungen bei Germanys next Topmodel Pipifax!
  • Swü-Mitarbeitershooting: Unter dem Glasdach auf dem Betriebsgelände war das Licht zum Fotografieren eindeutig besser als in der prallen Sonne. Wegen der Lichtreflexe im Glas gab’s trotzdem reichlich Tränen und zugekniffene Augen beim erforderlichen Blick nach oben. Der Schuss vom Swü-Steiger herab war trotzdem ein Volltreffer, weil "Flo" einfach alle Tricks beherrscht.

 

 

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